Body-Mass-Index berechnen
BMI-Kategorien sind für Erwachsene gleich; Geschlecht dient dem Kontext.
Größe in Zentimetern (z. B. 180)
Gewicht in Kilogramm (z. B. 75)
Der BMI wird aus Gewicht und Größe berechnet. Die Formel unterscheidet sich je nach metrischen oder imperialen Einheiten.
Gewicht in Kilogramm, Größe in Metern.
Gewicht in Pfund, Größe in Zoll. Faktor 703 zur Umrechnung in kg/m².
Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Gewicht und Größe in Beziehung. Er wurde im 19. Jahrhundert vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelt. In Deutschland und Europa dient er Ärzten und Ernährungsberatern als Screening-Instrument zur Einschätzung des Körpergewichts.
Er wird berechnet, indem das Gewicht (kg) durch das Quadrat der Größe (m) geteilt wird. Er misst nicht direkt Körperfett, korreliert aber gut mit der Körperzusammensetzung und ist einfach anzuwenden.
Mediziner nutzen den BMI für eine erste Einschätzung von Gewichtsproblemen bei Erwachsenen. Er ist ein Indikator unter anderen für den Gesundheitszustand.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert für Erwachsene folgende Kategorien:
| Kategorie | BMI (kg/m²) | Risiko |
|---|---|---|
| Starkes Untergewicht | < 16 | Hoch – Mangelernährung, geschwächte Abwehr |
| Mäßiges Untergewicht | 16 - 17 | Mäßig – mögliche Mängel |
| Leichtes Untergewicht | 17 - 18.5 | Niedrig – Gewicht und Ernährung beobachten |
| Normalgewicht | 18.5 - 25 | Niedrig – gesundes Gewicht |
| Übergewicht | 25 - 30 | Mäßig – erhöhtes Krankheitsrisiko |
| Adipositas Grad I | 30 - 35 | Hoch – deutliche Risiken |
| Adipositas Grad II | 35 - 40 | Sehr hoch – ernste Komplikationen |
| Adipositas Grad III | ≥ 40 | Sehr hoch – schwere Risiken |
Ein gesunder BMI liegt in der Regel zwischen 18,5 und 24,9 kg/m². Dieser Bereich geht für die meisten Erwachsenen mit dem geringsten gewichtsbedingten Gesundheitsrisiko einher.
Ein BMI in diesem Bereich garantiert keine gute Gesundheit, deutet aber auf ein der Größe angemessenes Gewicht hin. Ernährung, Bewegung und Veranlagung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Der optimale BMI kann je nach Herkunft variieren. In einigen asiatischen Populationen können Risiken bereits bei niedrigeren BMI-Werten auftreten.
Übergewicht erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen:
Herz-Kreislauf: Übergewicht belastet das Herz und kann zu Infarkt und Herzschwäche beitragen.
Typ-2-Diabetes: Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor; Fett beeinflusst die Insulinwirkung.
Bluthochdruck: Mit steigendem Gewicht kann der Druck in den Gefäßen steigen.
Schlafapnoe: Fett kann die Atemwege im Schlaf einengen.
Gelenke: Zusätzliches Gewicht belastet Knie und Hüften und erhöht das Arthrose-Risiko.
Einige Krebsarten: Übergewicht und Adipositas sind mit höherem Risiko verbunden (z. B. Brust, Darm, Niere, Bauchspeicheldrüse).
Empfehlungen zur Erreichung und Erhaltung eines gesunden Gewichts:
Ausgewogene Ernährung: Bevorzugen Sie wenig verarbeitete Lebensmittel, Gemüse, Obst, mageres Eiweiß und gesunde Fette. Weniger Fertigprodukte und zuckerreiche Getränke.
Bewegung: Mindestens 150 Min. moderate oder 75 Min. intensive Aktivität pro Woche plus Kräftigung.
Schlaf: Schlafmangel begünstigt Gewichtszunahme. Ziel: 7–9 Stunden.
Stress: Dauerstress kann das Essen fördern. Entspannung, Yoga oder Atemübungen können helfen.
Trinken: Ausreichend Flüssigkeit hilft, den Appetit zu regulieren. Durst wird oft mit Hunger verwechselt.
Achtsames Essen: Ohne Ablenkung essen, gut kauen, auf Sättigung achten.
Der BMI ist ein nützliches Screening-Instrument, hat aber Grenzen:
Sportler und muskulöse Menschen: Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Sportler können „Übergewicht“ haben bei geringem Fettanteil.
Ältere: Mit dem Alter nimmt Muskelmasse ab, Fett kann zunehmen; ein „normaler“ BMI kann Übergewicht verdecken.
Schwangerschaft: Der BMI ist in der Schwangerschaft nicht geeignet; die Gewichtszunahme ist normal und variabel.
Kinder und Jugendliche: Der BMI wird mit Perzentilen nach Alter und Geschlecht interpretiert, nicht mit Erwachsenengrenzen.
Fettverteilung: Der BMI sagt nichts über die Verteilung. Bauchfett ist gesundheitlich ungünstiger.
Ethnische Variation: Risiken bei gleichem BMI können je nach Herkunft variieren (z. B. Asien).
Der BMI-Prime ist Ihr BMI geteilt durch die Obergrenze des „Normalgewichts“ (25). Er zeigt schnell, ob Sie darunter, darin oder darüber liegen.
Ein BMI-Prime von 1,0 entspricht der Obergrenze des Normalgewichts. Unter 1,0 = Normal- oder Untergewicht; darüber = Übergewicht oder Adipositas.
Beispiel: 0,92 = 8 % unter der Obergrenze; 1,20 = 20 % darüber.
Der Ponderal-Index (Rohrer-Index) nutzt die dritte Potenz der Größe statt der zweiten. Er kann bei sehr großen oder kleinen Menschen die Proportionen besser abbilden.
Er liegt bei Erwachsenen typischerweise zwischen 11 und 15 kg/m³. Weniger gebräuchlich als der BMI, kann er die Einschätzung ergänzen.
Sinnvoll, wenn der BMI nicht gut zur Körperstatur zu passen scheint.
Dieser BMI-Rechner dient nur der Information und Bildung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Der BMI ist ein Screening-Instrument mit Grenzen. Er misst nicht direkt Körperfett und berücksichtigt nicht Muskelmasse, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Fettverteilung.
Bei Fragen zu Gewicht oder Gesundheit wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder qualifiziertes Fachpersonal.
Holen Sie bei gesundheitlichen oder gewichtsbezogenen Fragen stets den Rat Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes ein.